JUNIOR - SVEIN & TORBJØRN ÜBER DAS NEUE ALBUM

Aber es gibt auch ein paar Juwelen, die der Heimat des Duos näher stehen. Wie Anneli Drecker, die ebenfalls aus Norwegen stammt und schon seit geraumer Zeit mit Berge und Brundtland arbeitet. Sie sang die Vocals zu ‚Sparks’ auf ‚Melody AM’ ein und unterstützt Röyksopp auf ihren Tourneen. Dieses Mal ist sie auf drei Tracks zu hören: der Digital Funk-Nummer ‚Vision One’, dem zu Herzen gehenden ‚You Don’t Have A Clue’ und dem langsam schwelenden ‚True To Life’.

„Anneli bringt viel Herz und Wärme ein”, erklärt Berge. „Sie versteht, was wir kommunizieren wollen, und sie fordert uns heraus, wodurch das Ergebnis letztendlich besser wird. Und obwohl sie bereits seit einer Weile mit uns arbeitet, gelingt es ihr immer wieder, uns zu überraschen.”

Dabei geht es auf ‚Junior’ keineswegs nur um die Sänger. ‚Silver Cruiser’ handelt nicht, wie Berge flüstert, „von einem 55-jährigen Schwulen”, sondern ist eine „Zukunftsutopie, in der die Technologie so weit fortgeschritten ist, dass man sie kaum noch wahrnimmt, beinahe wie Magie. Und der Himmel ist voller Formen, von denen der Silver Cruiser die größte ist.” Darauf basiert die „Gelassenheit” und beinahe akustische Abgeklärtheit dieses Stücks.

Dabei sollte man keineswegs das mutige, retro-progressive ‚Röyksopp Forever’ außer Acht lassen, laut Brundtland „eine ziemlich prahlerische Nummer.” Berge: „Ein Augenblick, in dem wir uns gehenlassen.” Das üppige, stattliche Stück voller Saiten und aufblitzender Synthesizer liefert kurze Einblicke in das, was Berge „Röyksopps Erbe” nennt: „Bahnbrechende Seventies-Musik, ein Hauch Vangelis-Keyboard-Fetisch. Und natürlich die Saiten, die pompöse Pracht - dafür haben wir eine Schwäche. Wir lieben dieses überlebensgroße Element.”

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